Strasslach-Dingharting
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Bürgerbewegung Anträge der BB Bürgerbriefe Aktuelles
 
Februar 2007
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger !

Vorgehen mit Methode
Opposition will die Wiederwahl des Bürgermeisters Dr. Brandl verhindern!

Der Antrag der FW, UWV, BP und SPD, einen hauptamtlichen Bürgermeister zu installieren, hat Methode. Bei Beginn der Legislaturperiode haben vorgenannte Gruppierungen und Parteien, auch die CSU, mehrmals kundgetan, den von den Bürgern mehrheitlich gewählten Bürgermeister Dr. Brandl, habe man schnell weg vom Fenster.

Als dies nicht gelang, wurde versucht, durch zahlreiche Dienstaufsichtsbeschwerden, die größtenteils ins Leere gingen, den Bürgermeister bei der Rechtsaufsicht des Landratsamtes unmöglich zu machen. Auch diese Aktionen blieben fruchtlos.

Nun blieb nur noch übrig, den Bürgermeister mundtot zu machen. Aus diesen Gründen wurde jetzt durch Mehrheitsbeschluss der oben genannten Parteien und Gruppierungen der Redaktionsausschuss installiert, um die Veröffentlichungen des Bürgermeisters im Gemeindeblatt zu zensieren.

Um aber ganz sicher zu gehen, dass eine Wiederwahl des Bürgermeisters unmöglich wird, wurde in einer Nacht- und Nebelaktion während der Weihnachtsferien über die Köpfe der Bürger hinweg (Antrag am 27.12.06, Beschluss in der Gemeinderats-Sonderatssitzung am 10.01.07) der hauptamtliche Bürgermeister mit den Stimmen von FW, UWV, BP und SPD durchgesetzt. Durch diese Dringlichkeit wurden die Bürger ausgeschaltet für eine Entscheidung, die für die nächsten Generationen bindend ist.

Die Initiatoren haben den Bürgern auch das Recht genommen, über Abwahl oder Wiederwahl des Bürgermeisters zu entscheiden. Bürgermeister Dr. Brandl kann aus Altersgründen nicht mehr kandidieren.

Die Initiatoren zur Installation eines hauptamtlichen Bürgermeisters hatten schon seit längerer Zeit den Kommunalbeamten Herrn Hans Sienerth als Kandidaten aufgebaut.

Die Empfehlung des Herrn Hurt, nach dem Ausscheiden des leitenden Beamten Herrn Staimer die Stelle aus Kostengründen von A 13 auf A 11 (d. h. in eine niedrigere Gehaltsklasse) zu reduzieren, wäre eine schlechte Entscheidung, denn dann fehlte der Kommune die Fachkompetenz, um die zahlreichen Fachbereiche und Vorschriften umzusetzen.

Die von Herrn Hurt errechnete Differenz der Kosten zwischen hauptamtlichem und ehrenamtlichem Bürgermeister ist auch falsch. Ein hauptamtlicher Bürgermeister, 40jährig, verdient mehr als das Doppelte als der ehrenamtliche. Von den Pensionsrückstellungen, die getätigtwerden müssen, ganz zu schweigen. Welche Konsequenzen für die Verwaltung hat dann die Rückkehr des Herrn Sienerth nach seiner Bürgermeister-Tätigkeit ? Dann kommt die nächste Kostenbelastung mit einem zusätzlichen Beamten auf die Gemeinde zu.

In der jetzigen Legislaturperiode ist es gelungen, durch Umstrukturierung und vernünftige Personalpolitik die Personalkosten von ca. 37 % auf 28 % zu senken.

Die Zukunft wird zeigen, wie die Gemeinde durch diese Entscheidung für den hauptamtlichen Bürgermeister belastet wird. Es ist durchaus sinnvoll, wenn die Gemeindeordnung vor allem aus Kostengründen einen ehrenamtlichen Bürgermeister für Gemeinden unter 5.000 EW vorsieht.

Wir als kleinste Gemeinde im Landkreis (ca. 2.800 EW) täten gut daran, mit dem Geld unserer Bürger weniger großzügig umzugehen.

Lotte Gießler

 

Steht hier schon der nächste Bürgermeisterkandidat in den Startlöchern?

Herr Dr. Schwarz, der als CSU-Gemeinderat bisher eher unauffällig war, machte in der letzten Gemeinderatssitzung unüberhörbar auf sich aufmerksam. Da Herr Mack nach eigenen Angaben als Kandidat nicht mehr in Frage kommt, scheint Herr Schwarz in die Bresche springen zu wollen (oder sollen?). Dass er sich ausgerechnet mit völlig unberechtigter Angstmache hervortun muss, ist schade.

Es zeigt aber, dass es einfach an Themen fehlt, mit denen man sich gegenüber dem jetzigen Bürgermeister profilieren kann. Was, bitteschön, könnte man denn in Zukunft besser machen?

Was jetzt im Gemeinderat aufgeführt wird, ist nur noch Wahlkampfgetöse pur. Auf jeden Fall war der von Herrn Schwarz gestellte Dringlichkeitsantrag, die Mehrzweckhalle sofort zu schließen, absolut unrealistisch und unnötig.

Seit einem Jahr, seit dem Jahrhundertwinter mit den Schneemassen, ist der Gemeinderat mit dem Thema beschäftigt. Die Dächer wurden vom Schnee befreit, ein Gutachter wurde zu Rate gezogen. Für den Schulhaus-Altbau bestand überhaupt keine Gefahr, weil das Dach ja erst vor kurzer Zeit erneuert worden ist

Für die Mehrzweckhalle wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses Gutachten bekamen die Gemeinderäte ausgehändigt, es wurde darüber diskutiert. Anhand der entsprechenden Kostenschätzung beschloss der Gemeinderat die Sanierung. Diese steht nun zur Durchführung an. Es ist unseriös, dieses Thema parteipolitisch ausschlachten zu wollen, die Eltern zu verunsichern und ein Horrorszenario zu zeichnen, noch dazu bei Frühlingstemperaturen und einem ausgesprochen schneearmen Winter.

Seit einem Jahr ist der Kontakt zwischen der Gemeindeverwaltung und dem Gutachter nie abgebrochen, um stets sicher zu gehen, dass keine Gefahr in Verzug ist. Dies wurde in einer neuen Gutachterstellungnahme  vom Januar 2007 bestätigt. Ebenso bestätigte der Gutachter, dass die Überdachung der Zuwegung augenblicklich keine akute Gefahr darstellt. Deren Abriss ist ja bekanntlich auch schon beschlossen. Da der Gemeinderat sich noch nicht  auf eine neuerliche Überdachung einigen konnte, stehen die Eltern, Schüler und Lehrer wohl demnächst im Regen. Aber auch das ist kein Grund zur Panikmache.

Elisabeth Thiel


Kreisverkehr und Umgehungsstraße

Mitten durch den Ortsteil Straßlach schlängelt sich die Staatsstraße 7072 ; sie folgt der Linienführung wie vor 100 Jahren, als hier nur bäuerliche Fuhrwerke auf holprigem Untergrund fuhren. Über weite Strecken hat diese Straßekeinen Bürgersteig und auch überhaupt keinen Radweg.

Die meisten Fahrzeuge, die diese enge und unübersichtliche Straße benutzen, sind nicht aus unserer Gemeinde; sie sind nur auf der Durchfahrt vom Oberland nach München, zur Autobahn oder zum Flugplatz. Dieser Transitverkehr .-vor allem die LKW und die oft zu schnell fahrenden PKW-  stellen für Straßlach eine große Belastung dar, insbesondere für die Anwohner, aber auch für die Fußgänger und Radfahrer.

Zur Lösung dieses Verkehrsproblems hat die Bürgerbewegung Vorschläge entwickelt und entsprechende Anträge im Gemeinderat gestellt mit dem Ziel, die Gemeinde soll diese Ideen mit den zuständigen Behörden vorklären und auf ihre Machbarkeit überprüfen lassen. Worum geht es ?

  • Zur Verminderung der Kfz-Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt soll am südlichen und nördlichen Dorfeingang ein Kreisverkehr angelegt werden.
  • In einem späteren Arbeitstakt sollen diese beiden Kreisel durch eine Umgehungsstrasse mit einander verbunden werden, die östlich am Ortskern Straßlach vorbeigeführt werden soll (siehe Skizze).

Das Projekt wurde den Gemeinderäten ausführlich schriftlich und mündlich erläutert, die Gemeinderäte zeigten aber kein weiteres Interesse; ein Gemeinderat empfand die Ideen als Karnevalsscherz und lehnte jede sachliche Diskussion ab. So konnte auch nicht mehr über die zu erwartenden Kosten gesprochen werden. Die Kosten gehen nämlich im Wesentlichen zu Lasten des Staates, da es sich bei dem Projekt um eine Staatsstraße handelt. Es soll ja auch nicht gleich mit dem Bau begonnen werden, es sollen vielmehr zunächst erste Überlegungen und Vorgespräche erfolgen. Alle Gemeinderäte außer der Bürgerbewegung haben gegen das Projekt gestimmt.

Wir haben überlegt, warum alle anderen dagegen waren. Vermutlich waren sie nur dagegen, weil es nicht ihre Idee war, sondern eine Idee der Bürgerbewegung.

Wir geben gerne zu, es war auch nicht allein unsere Erfindung: die Gemeinden Pullach, Egling und Oberhaching – um nur die nächstliegenden zu nennen - haben es uns erfolgreich vorgemacht, und in Höhenkirchen ist man gerade auch dabei.

An Straßlach gehen solche fortschrittlichen Ideen vorüber: für uns also nur ein Traum; es könnte aber auch zum Albtraum werden, denn der Durchgangsverkehr wird von Jahr zu Jahr zunehmen. Wenn erst der Autobahn-Südring geschlossen sein wird, ist unsere Dorfdurchfahrt ein direkter Autobahnzubringer.

Liebe Mitbürger, Fußgänger und Autofahrer:

Jedesmal, wenn Ihr mit dem Auto an Pullach vorbei, an Egling vorbei, an Oberhaching vorbei oder über sonst eine Ortsumgehung fahrt, denkt für 3 Sekunden daran, dass es so etwas auf absehbare Zeit bei uns nicht geben wird, dank der weitsichtigen Politik unseres Gemeinderates.

Auch wenn Ihr Euch über zu hohe Geschwindigkeiten in unserer Ortsdurchfahrt ärgert oder über den zunehmenden LKW-Transitverkehr, der Gemeinderat meint, verkehrslenkende oder -entlastende Maßnahmen brauchen wir nicht, eine Ampel und ein Fußgängerüberweg, das reicht.

Wir meinen, das reicht nicht. Wir werden weiter daran arbeiten und wir freuen uns über die Unterstützung, die wir dabei von den Bürgern der Gemeinde bekommen.

Rainer Statz


Wie kann der Fuchsbandwurm bekämpft werden?

Die einzige Möglichkeit, den Bandwurmbefall einzudämmen, bestenfalls die Befreiung des Fuchsbestandes zu bewirken, ist die Beköderung. Hierbei werden gezielt medikamentös bestückte Fressköder für die Füchse ausgelegt, um diese zu entwurmen. Um einen bestmöglichen Erfolg zu erreichen, müssen die entsprechenden Köder über mindestens 3 Jahre gelegt werden. Das Medikament ist für Hunde und Katzen ungefährlich. Ein Beschuss der Füchse ist keine Lösung des Problems, außer vielleicht, wenn man den ganzen Bestand vollständig ausrotten würde.

Die Frage ist nun:

Bereits zweimal hat die BB im Rat den Anschluss an das Projekt der TU München gefordert, in dessen Verlauf die Füchse in unserem Gemeindegebiet durch das Auslegen von Ködern wurmfrei gemacht werden können ! Warum verweigert uns die Mehrheit des Straßlach-Dinghartinger Gemeinderates diese einfache Möglichkeit für mehr Sicherheit in unseren Gärten, Wiesen und Wäldern zu sorgen?

Kosten?

Die Kosten des Projektes können es eigentlich nicht sein. Die Gemeinde müsste ca. 70-80.000 Euro für 3 Jahre Laufzeit bezahlen. Ein erkrankter Mensch benötigt zur Behandlung ca. 500.000 Euro nur für notwendige Medikamente. Natürlich muss dies die Krankenkasse und nicht die Gemeinde tragen. Im Endeffekt bezahlt jedoch immer die Gemeinschaft und natürlich auch der Betroffene. Dieser mit dem Verlust seiner Gesundheit.

Ethik?

Ist es dann die ethisch-moralische Hemmung 30-50 Füchse zu schießen, um die genaue Befallsrate bei unseren „Gemeindefüchsen“ festzustellen?

Das kann es eigentlich auch nicht sein. Bis Ende Februar wird in unserer Gemeinde sowieso der Fuchs geschossen, um ein Überhandnehmen der Population zu verhindern. Dieses Jahr wurden im Gemeindegebiet bisher schon 26 Füchse offiziell geschossen. Damit hätten wir mindestens die Hälfte der notwendigen Untersuchungsexemplare.

Kein Mensch möchte, dass ab sofort wahllos alle Füchse abgeschossen werden. Dennoch benötigt die TU München als wissenschaftliche Institution Fakten, um das Projekt in unserer Gemeinde starten zu können.

Was machen denn die anderen Gemeinden?

Um uns herum sind die Gemeinden einen entscheidenden Schritt weiter. Sie legen schon erfolgreich Köder aus. Die Befallsrate der Füchse ist dort stark gesunken, bzw. bei Null.

In Grünwald und Starnberg läuft die Beköderung seit Jahren, Baierbrunn, Schäftlarn, Pullach und Icking haben den Beitritt zum TU-Projekt beschlossen.

Diese Gemeinden fragen sich, zum Teil schon lautstark, was Straßlach-Dingharting so sicher macht, dass es sich dieser gemeinschaftlich verantwortlichen und notwendigen Aktion entzieht.

Denn nur mit einer möglichst großen Flächendeckung ist ein durchschlagender Erfolg gegen den kleinen Fuchsbandwurm gewährleistet. Das hat schon die Ausrottung der Tollwut gezeigt. So wie bei der Tollwut per Köder geimpft wurde, wird heute per Köder entwurmt.

Ich jedenfalls, möchte in 10-15 Jahren keinem Erkrankten in meiner Gemeinde gegenüberstehen und mich fragen lassen, warum wir nichts getan haben, als wir es doch so leicht hätten tun können.

Marina Caravitis


Information über den kleinen Fuchsbandwurm
Ein ca. 5 mm großes Würmchen

erregt in der Gemeinde Straßlach-Dingharting so manches Gemüt. Es handelt sich hierbei um „Echinococcus multilocularis“ den „kleinen Fuchsbandwurm“. „Klein“ wird er genannt, nicht etwa weil er einen größeren, gefährlicheren „Bruder“ hat, sondern weil er einfach nicht sehr groß ist. Er besteht aus einem Kopf mit Saugapparat und 3-5 Körpergliedern, in denen sich jeweils je ca. 300 Eier befinden. Und damit ist er gefährlich genug!

Wie und wo lebt Echinococcus multilocularis?

Er lebt gut versorgt  an die Darmwand seines Wirtes geheftet und wenn seine Körperglieder voller reifer Eier sind, stößt er diese in den Kot des Fuchses ab. Neue Körperglieder wachsen unentwegt nach. Die Eier werden mit dem Fuchskot ausgeschieden und vor allem von kleinen Nagetieren aufgenommen. Im Körper dieser Zwischenwirte reifen die Eier, zumeist in der Leber, zu Wurmlarven so genannten Finnen heran. Dabei werden die befallenen Organe der Nager zerstört und diese sind wiederum leichtes Futter für ihren Fressfeind, den Fuchs. Im Fuchsdarm reifen die Finnen erneut zu erwachsenen Bandwürmern heran. Ein steter Kreislauf, der niemanden, außer den Zwischenwirten, stören würde, denn Fuchs und Wurm leben recht unbeschadet miteinander.

Wo liegt da die Gefahr?

Gefährlich wird es, wenn sich die Eier des kleinen Fuchsbandwurmes in den menschlichen Körper verirren. Der Mensch ist ein so genannter Fehl-(Zwischen)Wirt für den Wurm. Der Wurm kann sich nicht regulär entwickeln und weiter verbreiten und für den Menschen ist die Infektion potentiell tödlich.

Aber wie kommt der Wurm in den Menschen?

Es müssen Eier des Wurmes über den Mund in den menschlichen Organismus gelangen. Dies kann geschehen durch:

  • direkten Kontakt mit Fuchskot

!! Vor allem im Garten spielende Kinder sind gefährdet !!

  • Verzehr von rohen Waldfrüchten, Pilzen, Fallobst und Gemüse

!! auch aus dem eigenen Garten !!

  • Kontakt mit Hunden und Katzen, die befallene Kleinnager gefressen haben, oder Wurmeier im Fell nachhause tragen
  • direkten Kontakt mit infizierten Füchsen, lebend oder tot.

Den kleinen Fuchsbandwurm gibt es schon lange Zeit, menschliche Opfer waren bisher relativ selten und eher unter Förstern und Jägern zu suchen.

Wie kommt das?

Bis vor 10-15 Jahren waren Füchse noch echte Wald- und Wildtiere. Auf 10.000 qm Fläche kamen maximal 2 Fuchspaare. Durch die Ausrottung der Wildtollwut und den Mangel an natürlichen Feinden haben sich die Füchse, trotz försterlicher Hege (=Abschuss), sehr stark vermehrt. Heute leben auf 10.000 qm Fläche bis zu 20 Fuchspaare. Die Revierknappheit und damit verbundene Futtersuche machten aus den Wildtieren Kulturnachfolger. Komposthaufen, Mülltüten, verschmähtes Haustierfutter und „barmherzige“ Futterstationen machten die Vorortgärten für den Allesfresser Fuchs zum Schlaraffenland.

Das Beste jedoch war, dass in den meisten Gärten auch noch ein trockenes Plätzchen zur Aufzucht des Wurfes zu finden war.

Der Fuchs ist kein Wildtier mehr, er lebt in unseren Gärten und Häusern. Mittlerweile ist er z.B. fester Bestandteil der Stadtfauna in München. So wie Hasen, Kaninchen, Dachse und vieles mehr.

Das mag den Einzelnen erfreuen, der engere Kontakt birgt leider auch die erhöhte Infektionsgefahr.

Wer ist besonders gefährdet?

Jeder, der sich in seinem von Füchsen frequentierten Garten aufhält, kann sich anstecken. Je näher er sich dem Boden bewegt, um so gefährdeter ist er. Somit ist eigentlich logisch, dass unsere Kinder am ehesten Gefahr laufen, sich mit dem kleinen Fuchsbandwurm zu infizieren und eine Echinokokkose zu entwickeln. Nicht heute oder morgen, sondern in 10, 15 oder 20 Jahren.

Wie verläuft die Erkrankung?

Denn so lange dauert es, bis der Mensch Symptome entwickelt. Bis dahin haben sich tausende von Finnen (Finnenbläschen) in Leber, Lunge, Gehirn und anderen Organen unter Zerstörung der befallenen Körpergewebe entwickelt.

Wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt wird, kann durch die tägliche Einnahme eines bestimmten Medikamentes die Weiterentwicklung dieser Geschwülste gehemmt, diese aber nicht mehr beseitigt werden. Sehr selten gelingt die Beseitigung durch Operation. Wird die Echinokokkose behandelt liegt die Sterblichkeitsrate bei 10%, unbehandelt ist sie so gut wie immer tödlich.

Laut Statistik ist die Infektionsrate sehr gering und eine Infektion bedeutet noch keine Erkrankung. Nur eine von zehn infizierten Personen erkrankt wohl tatsächlich. Es besteht also kein Anlass zu übertriebener Furcht.

Da die Erkrankung beim Menschen sehr schwerwiegende Folgen hat, sollte das Problem auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Wieviele Füchse sind denn ansteckend?

Laut Untersuchung in unseren Nachbargemeinden sind ca. 50% aller Füchse Bandwurmwirte und somit infektiös.

Vor kurzem verstarb eine 19jährige Frau, die sich vermutlich vor 15 Jahren infiziert hatte. Aus einer Dinghartinger Familie hat es bisher zumindest ein gesichertes Opfer der Echinokokkose gegeben.

Bitte beachten Sie auf jeden Fall folgende Hinweise:

  • Keine toten Tiere mit den bloßen Händen berühren
  • Waldfrüchte, Pilze etc. mindestens 5 Minuten mit 70° C erhitzen

Einfrieren genügt nicht, die Eier überleben bis – 80° C

  • Allgemeine Hygienemaßnahmen: gründliches Waschen von Obst und Gemüse vor dem Verzehr, Händewaschen nach dem Umgang mit Haustieren oder nach Arbeit im Garten
  • Hunde und Katzen, die sich frei bewegen dürfen, mindestens alle 6 Wochen entwurmen
  • Decken Sie Sandspielkästen jede Nacht ab, so dass sie nicht als Fuchstoilette zweckentfremdet werden können
  • Sammeln Sie abends sämtliches Kinderspielzeug zusammen und verstauen Sie es „fuchssicher“
  • Untersuchen Sie ihren Garten auf das Vorhandensein von Fuchslosungen (=Fuchskot) und entfernen sie diese bevor Sie ihre Kinder zum spielen schicken
  • Deponieren sie keine Nahrungsmittel auf ihrem Kompost

 

Impressum: Bürgerbewegung Straßlach-Dingharting, Postfach 1131, 82064 Straßlach,
Redaktion: Ursula Krieger. V.i.S.d.P.: Elisabeth Thiel; Email: elisabeth.thiel@bb-sd.de; Internet: www.bb-sd.de

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